Der Weg zu einer intuitiven Ernährung beginnt nicht mit Regeln, Plänen oder Verboten. Er beginnt mit etwas viel Einfacherem – und gleichzeitig viel Herausfordernderem: dem Spüren.
Viele Menschen haben über Jahre verlernt, auf die Signale ihres Körpers zu hören. Diäten, Kalorienzählen und strenge Ernährungsvorschriften überlagern das natürliche Gefühl für Hunger, Sättigung und Bedürfnisse. Statt zu spüren, was gut tut, wird gegessen, was „erlaubt“ ist – oder vermieden, was als „schlecht“ gilt.
Doch dein Körper weiß, was er braucht.
Er sendet dir täglich Signale: nach Energie, nach etwas Herzhaftem, nach Süße, nach Wärme oder Frische. Diese Signale wieder wahrzunehmen, ist der erste Schritt zurück zu einem entspannten Essverhalten.
Zurück zu den eigenen Bedürfnissen
Vielleicht braucht dein Körper gerade Kohlenhydrate für neue Energie.
Vielleicht wünscht er sich Eiweiß für Kraft und Stabilität.
Vielleicht fehlt es an Fetten, an etwas Salzigem oder auch an etwas Süßem.
All das sind keine Fehler oder Schwächen, sondern ganz natürliche Bedürfnisse. Entscheidend ist, dass du wieder lernst, diese Signale bewusst wahrzunehmen und die passenden Lebensmittel dafür zu erkennen.
Die Sinne bewusst einsetzen
Intuitives Essen bedeutet, die Sinne wieder zu öffnen.
- Wie riecht das Essen?
- Welche Farben siehst du?
- Wie fühlt es sich im Mund an?
- Was schmeckst du wirklich?
- Und vor allem: Wie fühlst du dich dabei?
Nimm dir Zeit, langsam zu essen und wirklich hinzuspüren. Ohne Ablenkung, ohne Bewertung, ohne „richtig“ oder „falsch“.
Je bewusster du isst, desto klarer werden die Signale deines Körpers.
Eine kleine Übung
Beim nächsten Essen kannst du dir einen Moment Zeit nehmen und dich fragen:
- Worauf habe ich gerade wirklich Appetit?
- Was würde mir jetzt guttun?
- Wie schmeckt das, was ich gerade esse?
- Fühle ich mich nach ein paar Bissen zufriedener?
Diese Fragen helfen dir, wieder eine Verbindung zu deinem Körper aufzubauen.
Der Weg zurück zu einer intuitiven Ernährung beginnt nicht mit Disziplin, sondern mit Achtsamkeit.
Je mehr du lernst, auf deine Sinne und deinen Körper zu hören, desto leichter wird es, herauszufinden, was dir wirklich guttut.
Und genau dort beginnt echtes Wohlfühlen.




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